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Transkript

00:11

The Star.Was ist die Star-Methode und wie wendet man sie an?

00:17

Das ist ja süß, ha?Die STAR-Methode ist eine Interview-Methode für Bewerbungsgespräche.

00:25

Und es wäre schön, wenn sie mehr Leute kennen und das probieren wir jetzt einfach mal.

00:30

Star steht für Situation, Task, Action and Result.

00:38

Und das ist total praktisch.In einem Bewerbungsgespräch wollen wir ja wissen: Was haben Leute früher gemacht und können sie die Aufgabe, die sie jetzt bekommen, auch tatsächlich ausfüllen?

00:50

Sind sie erfolgreich und zufrieden mit der Aufgabe?

00:53

Es ist einfach die Grundlagen der Eignungsdiagnostik und wir versuchen, mit dieser Frage-Methode tatsächlich herauszufinden: Kann jemand diese Aufgabe beziehungsweise hat die Person diese Aufgabe schon mal in der Vergangenheit gemacht?

01:10

Das ist eine sogenannte biografische Frage.Das „S“ für Situation oder Situation.

01:15

Dort ist die erste Frage einfach: Kennen Sie diese Situation aus Ihrer letzten Aufgabe oder beschreiben Sie eine Situation aus Ihrer letzten Aufgabe, gerne passend immer zu dem Job, um den es geht?

01:29

Also nicht nur gerne, sondern es muss zu dem Job passend sein.

01:33

Das heißt, zum Beispiel in so einem Kundencenter oder in der Kundenbetreuung hat man durchaus ja auch schwierige Kunden.

01:42

Und meine erste Frage wäre dann zum Beispiel: Beschreiben Sie eine Situation,in der Sie ein schwieriger Kunde angerufen hat?

01:50

Damit erfahren wir in Schritt eins, was die Person als schwierig empfindet.

01:54

Das könnte sein, dass das zum Beispiel gar nicht zu dem passt, was wir glauben,was in der Aufgabe wichtig ist.

02:00

Dann geht es im „T“, im Task, darum zu fragen: „Was war Ihre Aufgabe in dieser Situation?“ Damit wir auch klarmachen: War das Beruhigen des Kunden die Aufgabe oder war es nur das Aufnehmen der Frage, zum Beispiel?

02:16

Geht es darum, Leute weiterzuleiten arbeiten: Was hat die Person tatsächlich in dem Moment gemacht?

02:21

Also was war die Aufgabe, die ursprüngliche?Dann ist „A“: Action.

02:28

Hier müssen wir wissen: „Was haben Sie in diesem Moment getan?“ Wenn zum Beispiel der schwierige Kunde jemanden angeschrien hat oder irgendwie ein schwieriges Problem hatte und da ist jetzt die Frage: Was hat die Person gemacht, um diese Aufgabe zu lösen?

02:47

Und „R“: Result.Da geht es eben darum, zu gucken, was ist am Ende rausgekommen?

02:53

Und wenn es richtig gut läuft, fragt man am Ende noch – Das ist so der Fünfte zum Thema Reflection, also Selbstreflexion –, was würden Sie heute anders machen in genau dieser Situation?

03:05

Das Schlimmste ist solche Frage wie: Was sind ihre Schwächen?

03:09

Und dann gibt es Leute, die sagen, daraus findet man heraus, dass Leute selbstreflektiert sind.

03:13

Das stimmt aber nicht, weil erstens sind die Leute auf genau so eine Frage vorbereitet und zweitens wissen die dann schon genau: Da will jemand irgendwie was wissen, und drehen das meistens schon ins Positive.

03:23

Wenn wir aber nach konkreten Situationen fragen und fragen: „Was würden Sie heute anders machen?“, dann kann man tatsächlich merken: Hat jemand schon mal darüber nachgedacht, dass das vielleicht nicht perfekt lief?

03:34

Weil das kann ja immer mal passieren.Was hast du daraus gelernt und wie wendest du das selbst an dieses Reflektieren über Dinge?

03:42

Ja, also für mich selber, wenn ich jetzt sagen würde, welche Situation in meinem Leben jetzt gerade als Selbstständiger: Was würde ich heute anders machen?

03:53

Dann gibt es definitiv so einen Workshop, an den ich mich erinnere, der einfach nicht gut funktioniert hat.

03:59

Und da waren sich die Kunden nicht sich einig, was sie wirklich wollen.

04:04

Da waren zwei Personen in dem Workshop und der eine wollte halt eben die Position ein bisschen anders geschnitten haben als die andere Person.

04:12

Und das würde ich heute vorher abklären.Also mir ist wichtig, wenn ich einen Stellenanzeigen-Workshop mache,dass wir alle wissen, es geht um den Job, es sind diese Anforderungen, die wir brauchen und wir machen dann nicht noch dreimal hin und her, ob wir nicht noch fünf andere Positionen irgendwie beschreiben können.

04:31

Weil genau das ist das, was manchmal so passiert, dass man dann irgendwie zwei Positionen in eine Stellenanzeige versucht zu packen, was einfach nicht geht.

04:39

Also wir müssen uns tatsächlich sehr committen auf ein Set Anforderungen, auf einen Job. Ganz einfach.